Tiengen - Mariä Himmelfahrt - Aussenrenovation
Aussenrenovation BA 2 – Dach- und Fassadensanierung Kirchenschiff
Bauherr: Röm.-Kath. Kirchengemeinde Mittlerer Hochrhein St. Verena
Bauzeit: Baubeginn 2020, Fertigstellung Sommer 2024
Projektbegleitung:
Erzb. Bauamt Konstanz
Architekt:
Unio Architekten, 79761 Waldshut-Tiengen
Tragwerksplanung:
Ingenieurgruppe Flösser, 79713 Bad Säckingen
Als Neubau entstand die heutige Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in den Jahren 1753 bis 1755 nach den Plänen des renommierten Barockbaumeisters Peter Thumb. Dabei wurde der Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert an gleicher Stelle ersetzt. Lediglich der untere, gotische Teil des Kirchturms blieb erhalten und wurde in den Neubau des Langhauses integriert. Im unteren Turmgeschoss befindet sich heute die Sakristei, in der noch Teile eines gotischen Sakramentshäuschens sowie Reste historischer Wandmalereien bewahrt sind.
Im ersten Bauabschnitt wurde der Kirchturm in den Jahren 2019/2020 umfassend saniert. Der zweite Bauabschnitt umfasste die Instandsetzung der Fassaden sowie die dringend erforderliche Sanierung der hölzernen Dachkonstruktion des Kirchenschiffs. Nach Baubeginn im Jahr 2020 erstreckten sich die Arbeiten über nahezu vier Jahre, was insbesondere auf die komplexen Anforderungen der Dachtragwerkssanierung zurückzuführen ist.
Die anspruchsvolle Konstruktion des Dachstuhls, die unter anderem die drei Kuppeln des Kirchenschiffs überspannt, sowie die festgestellten erheblichen Schäden an zentralen lastabtragenden Knotenpunkten machten diesen Teil der Maßnahme nicht nur zum aufwendigsten, sondern auch zum zeitintensivsten. Sowohl planerisch als auch handwerklich stellte die Sanierung eine große Herausforderung dar.
Zur Instandsetzung einzelner tragender Elemente war es notwendig, zunächst eine temporäre Sekundärkonstruktion in den beengten Dachraum einzubringen, die während der Reparaturen die Lasten aufnehmen und ableiten konnte. Mit der Neueindeckung des Daches in Biberschwanzziegeln konnten die Zimmerer- und Holzbauarbeiten am historischen Dachtragwerk im Mai 2024 erfolgreich abgeschlossen werden.
Die abschließenden Arbeiten an den Natursteinelementen sowie an den Putzfassaden wurden im Juli 2024 fertiggestellt.
Die Gesamtbaukosten der Maßnahme beliefen sich auf rund 2,1 Millionen Euro.
