Ippingen - St. Prisca
Innenrenovation
Bauherr: Röm.-Kath. Kirchengemeinde Immendingen Möhringen
Bauzeit: Baubeginn 2022, Fertigstellung Ende 2023
Architekt:
Alexander Schmid, Freier Architekt, Donaueschingen
Projektbegleitung:
Erzb. Bauamt Konstanz
Die Pfarrkirche St. Prisca in Ippingen wurde vermutlich zwischen 1610 und 1614 errichtet. Dabei übernahm man Teile des Turms und des Chors aus einem Vorgängerbau.
Die barocke Ausstattung, darunter Taufstein, Seitenaltäre und Kanzel, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der neugotische Hochaltar, datiert auf das Jahr 1884, ist eine Schnitzarbeit der Altarbildhauer Peter Paul Hausch und Johann Bayer aus Horb. Die Orgel wurde 1876 von dem Orgelbauer Martin Braus aus Spaichingen eingebaut.
Besonders eindrucksvoll ist der Innenraum der Pfarrkirche St. Prisca durch den harmonischen Einklang von Farbgebung an Wänden und Decken mit der barocken und neugotischen Ausstattung.
Die letzte umfassende Innenrenovation von Kirchenschiff und Chor fand im Jahr 1982 statt. In einem ersten Bauabschnitt wurden unter anderem die Stuckdecke oberseitig gedämmt, eine Schutzverglasung eingebaut sowie die elektrischen Anlagen, der Boden, das Gestühl einschließlich Gestühlsboden und die liturgische Ausstattung erneuert. Im darauffolgenden zweiten Bauabschnitt erfolgte die Restaurierung der Raumschale sowie der künstlerischen Ausstattung.
Die bislang letzte größere Sanierungsmaßnahme erfolgte in den Jahren 2013 bis 2015. Hier wurde das Dach des Hauptschiffs und des Chors konstruktiv instandgesetzt.
Nach über 40 Jahren wurde nun erneut eine Innenrenovation durchgeführt. In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege lag das Hauptaugenmerk auf folgenden Arbeiten:
- Trocken- und Feuchtreinigung der Raumschale mit Fixierung loser Bereiche sowie Sicherung der Malschichten
- Sanierung schadhafter Sockelputzbereiche im Chor
- Reinigung der Ausstattung mit Sicherung von Malschichten und Metallisierungen, Überarbeitung störender Altkittungen und Retuschen, teilweise Freilegung polychromer Farbfassungen sowie Befestigung loser Zierwerke
Darüber hinaus wurden unter anderem die elektrischen Anlagen weitgehend erneuert und auf einen aktuellen Stand gebracht, eine neue Beleuchtung installiert, die elektrische Sitzbankstrahlerheizung erneuert sowie eine Fensterbankheizung eingebaut. Eine elektrisch gesteuerte Fensteröffnung optimiert nun das Zusammenspiel von Heizen und Lüften.
Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf knapp 625.000 Euro. Der Baubeginn erfolgte im Jahr 2022, die Maßnahmen konnten Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen werden.
